Smells like „Team-Spirit“

Smells like „Team-Spirit“

Im Teambuilding-Workshop zum eigenen Corporate Parfum

Kochschulen, Bowlingbahnen oder Kletterparcours gehören in Bezug auf Incentives und Teambuilding-Events längst zum klassischen Repertoire. Dass sich aber besonders der Geruchssinn bestens eignet, um auf ganz neue Weise in Interaktion mit den Kollegen zu gehen, beweist Parfümeur Marcel Kein (42) mit seinen Corporate Duft-Workshops. Je nachdem welches Ziel mit dem Gruppen-Event verfolgt wird, kann ein Workshop-Design für acht bis 200 Teilnehmer entwickelt werden. Weil der Geruchssinn direkt ins Unterbewusstsein geht und nicht ausgeschaltet werden kann, sind spannende Diskussionen und neue Erkenntnisse garantiert. Die moderierten Veranstaltungen können in ganz Deutschland durchgeführt werden. Dauer: ca. vier Stunden.

Ein Parfum lässt sich in Kopf-, Herz- und Basisnote einteilen – das ist hinlänglich bekannt. Dass sich mit dieser Einteilung auch in Bezug auf Firmenwerte, Mitarbeitereigenschaften oder Servicequalitäten arbeiten lässt, zeigt die steigende Nachfrage an Corporate Duft-Workshops von Marcel Kein, dem Gründer der Parfum-Akademie in Bremen. „Anders als zum Beispiel im Kletterwald oder beim Kochen, wo es immer Teilnehmer mit besonderen Vorkenntnissen gibt, bewegen sich beim Thema Parfum alle auf einem Niveau“, so der Experte. In einem Vorgespräch klärt der Parfümeur zunächst das Anliegen für den Workshop. Je nachdem, ob es um die Stärkung des Zusammenhalts, das Ausloten von Potenzialen oder die Verbesserung der Kommunikation im Team geht, wird ein individuelles Setting aufgesetzt.

Workshop-Design

Eine beliebte Maßnahme ist die gemeinsame Übersetzung der Firmen- oder Teamwerte in einen Duft. Dazu entwickelt der Parfümeur in Absprache mit dem Kunden 3-6 Firmen-Basisdüfte, die in Amphoren für die Teilnehmer zum Abfüllen in Flakons oder Bechern bereit stehen. In Kleingruppen 4-10 Personen entsteht an diesem Punkt bereits die erste Diskussion, weil jeder zu einem Duft eine ganz individuelle Assoziation hat. Jede Gruppe hat dann anhand einer Parfüm-Orgel mit 40 Ölen die Gelegenheit, den Unternehmens-Basis-Duft zu verfeinern oder mit wünschenswerten olfaktorischen Attributen anzureichern. Am Ende wird dann in einem Geheimtest der Favorit gekürt – natürlich alles unter fachkundiger Moderation von Marcel Kein. Dem Experten kommt dabei seine langjährige Karriere in einem internationalen Kosmetikkonzern zugute und sein Wissen um Kommunikations-probleme und Hierarchiedenken.

Positives Feedback von Männern

Anders als vielleicht vermutet, sind es vor allem die Workshops, an denen ausschließlich oder überwiegend Männer teilnehmen, die besonders spannend verlaufen. „Anfängliche Skepsis dreht sich hier ganz schnell in Engagement und Kommunikationsbereitschaft, weil die Diskussion auf einer neuen Ebene verläuft. Außerdem bleibt wenig Platz für Imponiergehabe, wie es oft bei körperlichen Aktivitäten oder am Herd der Fall ist“, betont der Parfümeur.

Über Marcel Kein und die Parfüm-Akademie

Marcel Kein (42) ist einer der wenigen selbstständigen Parfümeure in Deutschland. Nach über 20 Jahren in der Kosmetik- und Parfumindustrie und einem permanenten Leben auf Reisen beendete er seine Karriere bei einem internationalen Kosmetikkonzern und gründete 2015 Deutschlands erste Parfum-Akademie mit Sitz in Bremen. Dort lädt der gebürtige Chemnitzer seitdem zu einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der Branche ein. In Workshops und Seminaren vermittelt er Know-how rund um die Geschichte und Herstellungspraxis der kostbaren Essenzen. Wissenswertes rund um den Geruchssinn lernt man in der Parfum-Akademie genauso wie z.B. die Tatsache, dass das Kölnisch Wasser >4711< mal ein Mundwasser war oder ein Kilogramm der Jasmin Wurzel mit 150.000 Euro zu den teuersten Inhaltsstoffen zählt und daher, wie fast alle Inhaltstoffe, nur noch synthetisch zugesetzt wird.

 

Foto: (c) Marcel Kein